Sonntag, 7. Mai 2017

Keine schöne Sache - Gespinstmotte im Apfelbaum



Endlich ist der Frost vorüber! Ich habe mich im Garten umgesehen, welche von den jungen Bäumchen einen Schaden erlitten haben. Ich konnte zum Glück nur einige Schäden an Blättern entdecken, doch als ich zu meinem Säulenapfelbäumchen kam, das erst vor ein paar Wochen so wunderschön geblüht hatte, entdeckte ich etwas, das ich nicht erwartet hatte:
















Einige Blätter klebten zusammen und irgendwie sah alles so gespenstisch eingewoben aus. So, als ob eine Spinne ihr Netz über das Blatt geworfen hätte.
Also das hatte ich noch nie an meinen Bäumen entdeckt und 
deshalb pflückte ich gleich so ein Blatt ab, um nachzusehen....



















Leider war das Innenleben des Blattes noch weniger erfreulich, als das Gespinst rundherum!











Da räkelte sich doch wirklich eine kleine Raupe im Blatt! Ich mag Schmetterlinge und Falter ja sehr, doch wenn mein Minibaum keine Blätter mehr hat, bin ich auch nicht glücklich. Also machte ich mich auf die Suche nach weiteren Übeltätern im Bäumchen und da konnte ich gleich einem von Angesicht zu Angesicht gegenüber treten




 ... und an vielen Blättern haben die hungrigen Tierchen ihre Spuren hinterlassen. Kein schöner Anblick, sage ich euch! 
Leider handelt es sich hier um die Raupen der Gespinstmotte und dieses so unschuldig aussehende kleine Getier spinnt Blätter, Blüten und Fruchtansätze ein, um sich vor Feinden zu schützen. Leider waren schon viele Blätter und Fruchtansätze betroffen und es musste zur Tat geschritten werden: Ich habe alle befallenen Blätter abgesammelt und vernichtet. Schließlich möchte ich nicht, dass ich im nächsten Jahr gegen eine Raupenplage kämpfen muss. Wenn ich die Raupen nur abgeschüttelt hätte, würde die Möglichkeit bestehen, dass sie den Stamm wieder hochklettern bzw. auf einen benachbarten Baum kriechen.

Wie ist denn die Raupe auf meinen Baum gekommen?
Die Gespinstmotte legt ihre Eier im Sommer auf den Bäumen ab und noch im Herbst schlüpfen die Raupen. Auf dem Stamm überwintern sie dann, um sich dann im Frühling an den frischen Blättern satt zu fressen, bevor sie sich verpuppen. Das Gespinst, das manchmal fast den ganzen Baum überzieht, sieht sehr gespenstisch aus, schützt die Raupen allerdings vor Vögeln oder anderen Feinden.
Eigentlich eine tolle Strategie der Natur, doch für ein Tolerieren der Raupe sind meine Bäumchen definitiv noch zu klein.





 Viele Früchte wird dieser Säulenbaum leider nicht tragen, da nur ca. 5 Fruchtansätze "überlebt" haben. Ich hoffe, dass diese Früchte recht groß werden und wir sie uns gut schmecken lassen können. Weitere Schädlinge müssen nun fern bleiben ... noch einen "Angriff" hält der Baum nicht aus.

Ich hoffe, ihr bleibt alle von diesen gefräßigen Tieren verschont und wünsche euch noch eine sonnige Woche

Marie



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Kommentare:

  1. Seufz, das kenne ich leider auch. Diese Mistviecher hatte ich im letzten Jahr. Nun erinnerst Du mich aber gerade daran, dass ich wohl mal nachschauen sollte, ob die es sich nicht wieder bequem gemacht haben auf meinem Apfelbäumchen und meiner neuen Säulen-Birne.
    Hab einen guten Wochenstart.
    En liebe Gruess
    Alex

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  2. Hallo Marie,
    bisher habe ich nur Frostspanner an den Apfelbäumen gesehen, die dürfen die Meisen gern haben. Einmal habe ich auch ein Gespinst herausgeschnitten, aber ganz oben würde ich sowieso nicht drankommen.
    VG
    Elke

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  3. Oh je Marie,
    die Natur ist unberechenbar. Sie schickt Schädlinge an die kleinen Bäumchen.
    Ich hoffe sehr, dass Du

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  4. ... sorry, ich wollte noch schreiben:
    Ich hoffe sehr, dass Du das Gespinst-Motten-Problem in den Griff bekommst.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  5. Liebe Marie, es kommt halt immer etwas Neues daher. Gespinnsten hatten wir bislang noch nicht, dafür aber die Gemüseeule. Deren Raupen sind auch sehr gefräßig. Mir haben sie schon mal ziemlich die Tomatenernte ruiniert.

    LG kathrin

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  6. Hallo Marie,
    ach herrje, ist das gemein. Dein Apfelbäumchen hat so schön geblüht und dann sowas. Ich hoffe es bleibt von weiteren Schädlingen verschont. Ich kann das absolut nachvollziehen, man freut sich so sehr auf die ersten Früchte der kleinen Obstbäume und dann passiert sowas und alles ist dahin.. So ging es mir letztes Jahr mit meinem Pfirsichbäumchen. Da bin ich momentan auch noch am Bangen, ob es dieses Jahr von Schädlingen verschont bleibt.

    Eine gute kommende Woche wünsche ich dir und liebe Grüße,
    Anne

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    1. Liebe Anne, ich hoffe, dein Pfirsichbäumchen bleibt heuer verschont!
      LG Marie

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  7. Ach, Mist,:-(, ärgerlich wegen der diesjährigen Früchte, und kleine und große Bäume sind das Gerüst eines Gartens ...Drücke sehr die Daumen, dass der Kleine sich gut erholt!
    Ich werde später hier auch mal gründlich gucken, wie es meinem jungen Alkmenen-Apfelbäumchen geht *seufz*

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  8. Liebe Marie,
    o ja, diese gefrässigen Schädlinge sind gemein und die gibt es hier im Nordwesten auch. Wir hatten sie vor 2 Jahren, halten schon Ausschau und bisher sind wir verschont geblieben, aber wer weiß...
    Dankeschön für Deinen Besuch im Drosselgarten und netten Kommentar, ich freue mich und *logge* mich bei Dir ein ;-)))
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und schicke liebe Grüße mit.
    Traudi

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    1. Liebe Traudi, schön dass du bei mir vorbei schaust. Ich freue mich über jeden neuen "Stammleser".
      Liebe Grüße
      Marie

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  9. Liebe Marie,
    schön ist es nicht mit dem Ungeziefer, ich habe die Schädlinge auch schon auf unseren Obstbäumen gesehen. Ich bin da immer zuversichtlich und hoffe, dass die Vögel sich das Ungeziefer als Futter holen. Aber deinen Post über die Schädlinge finde ich sehr interessant.
    LG. Agnes

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